Diary

Paris mit Kind.

09.02.2017 von von Henrice Senf

Am frühen Abend machen wir Mamis einen Abstecher in die vielversprechenden Läden, die in den kleinen Gassen am Montmartre liegen. Jeder Laden hier ist ein Unikat und mit Liebe gestaltet. Wir kommen nicht mehr raus aus dem Seufzen vor Entzücken. Paris hat so viel Stil und Geschmack. Am Ende kaufen wir aber wieder nur für unsere Kinder ein. 
Den restlichen Abend verbringen wir mit Fingerfood, das man gut im Viertel besorgen kann, in unserem gemütlichen Hotel und die Kids toben sich glücklich durch, über und unter die Betten.

Nach dem Frühstück, das für französische Verhältnisse in diesem Hotel recht üppig ausfällt (es gibt eine Art Buffet und nicht nur Cafè au lait und Croissants) laufen wir durch das Dörfchen zur Metrostation "Cosmopolitan". Davor befindet sich ein Karussell (ganzjährig), auf dem unsere Kinder natürlich etliche Runden drehen dürfen und im Himmel sind. 

Die Väter beaufsichtigen und wir Frauen haben ein paar Minuten Zeit in einem Buchladen ums Eck zu stöbern. Wir erstehen ein wunderschön illustriertes Kinderbuch über Paris. Das haben die Franzosen einfach drauf, Kinderbücher gestalten.
Anschließend geht es mit der Metro zum Centre Pompidou, dem Kulturzentrum von Paris. In der Nähe haben wir eine Radstation ausfindig gemacht, die Familienräder bzw. Räder mit Kindersitzen anbietet (ist auch nicht so leicht zu finden in Paris). Wir empfehlen die zentrale Leihstation Paris Bike Tour

Unsere Kinder sind Feuer und Flamme und freuen sich darauf, die Stadt auf unserem Rücksitz zu erkunden. Es ist auch im Nachhinein gesehen die beste Entscheidung für uns als Familien. Wir sind den ganzen Tag an der frischen Luft, die Kinder mit gucken beschäftigt und nicht mit nörgeln (wie es vielleicht und sicher bei den vielen Treppen und Umstiegen in der Metro gewesen wäre), wir können überall einen Stopp einlegen (Crepes-Wagen, Eisladen, Popcorn-Verkäufer- muss ich mehr sagen) und nach 2 Stunden schlafen unsere Reisekinder sogar in ihren Sitzen. Eine Kopfhalterung wäre noch von Nöten, die kleinen Dickköpfchen klappen nämlich ständig nach vorne über. Auf unserer Route fahren wir fast alle wichtigen und schönen Plätze an, die wir unseren Freunden bei einem ersten Paris-Besuch zeigen wollen und mit denen sie sich einen kleinen Überblick über die charmante Stadt an der Seine machen können.

Mit Rad ist alles recht gut zu erreichen, man kann viel am Wasser entlang fahren. Nur am Ende vertun wir uns etwas, als wir Notre Dame suchen und mitten in den schlimmsten Nachmittagsverkehr geraten und erneut feststellen müssen, wie unfreundlich man gegenüber Eltern mit Kindern (auf dem Rücksitz) ist. Wer sich in Paris nicht so gut auskennt und etwas ängstlich ist, kann auch einen Tourguide mit Rad dazu buchen. Da wir die Stadt recht gut kennen, fahren wir neben einigen kleinen folgende große Plätze an: Louvre, Jardin de Luxembourg, Place de la Concorde, Eifelturm, Trocadero, Champs Elyseés, Arc de Triumph, Opera National, Notre Dame und Centre Pompidou.



Nach dem Radeln gibt es Softeis und eine kleine Tanzeinlage am Strawinsky Brunnen für die Kids. Die Suche nach einem einigermassen erschwinglichen Restaurant gestaltet sich dann am Abend in Paris` Zentrum eher schwierig. Trotzdem werden wir satt, die Männer gehen mit den Kids zu Bett und wir Freundinnen gönnen uns Wein, Crepes und Creme Brulée zu späterer Stunde in einem der hübschen Restaurants/Bars im Monmartre. 
Den Sonntagvormittag und frühe Nachmittag nutzen unsere Freunde dann noch für eine Stadtrundfahrt per Bus, die praktischwerweise auch direkt vor unserer Haustür am Moulin Rouge startet.  
Unser Fazit: Paris mit Kind ist eine Herausforderung, die sich lohnt. Beim nächsten Mal testen wir dann tatsächlich mal die Spielplätze und holen uns Tipps von den französischen Muttis, "Warum französische Kinder keine Nervensägen sind" . Erkentnisse geben wir dann natürlich umgehend weiter! 
 

Kommentare:

Kommentar schreiben

Anzahl bisheriger Kommentare: 2

Dana
web:
09.02.2017
09:30:00
Paris mon Amour. Wir wissen nun um die Wahrheit in diesen Worten und sind dem Charme der Stadt erlegen.
So viel wie möglich haben wir uns mit den Kindern angesehen, unser Montmartre-Hotel war der perfekte Ausgangspunkt mit Amelie-Feeling. Und ja, das Fahrrad war dabei die richtige Wahl. Gestern Abend haben wir unser Weltpuzzle (übrigens von Janod - einem dieser tollen französischen Spielzeughersteller) zusammen gesetzt und mein Sohn hat natürlich Frankreich mit dem Wahrzeichen des Eifelturms für Paris entdeckt. Auch für ihn hat der Eifelturm nun Wiedererkennungswert.
Paris ist ein Fest für die Augen und den guten Geschmack, detailreich, voller Geschichte, wie im Film... Die Stadt hat uns infiziert. Wir kommen wieder.
auf Kommentar antworten
Evelyn
web:
19.02.2017
20:54:00
Süße Kids und schöne Beschreibung. Wir lieben Paris auch!
auf Kommentar antworten